Donnerstag, 13. August 2015 – 5. Etappe vom Untervernatschhof zum Eishof

Ab 7:30 sind wir bereits wieder unterwegs. Der Meraner Höhenweg wird bald wieder zu uns stoßen. Es beginnt recht lieblich bis zum Eingang des Pfossentals, welches sich noch enger darstellt wie das eben verlassene Schnalstal.

Bald ist die Sohle des ansteigenden Tales erreicht, wir sehen die Nassreid-Hütte (1.535 m) links liegen und es folgt der Anstieg zum Vorderkaser (1.693 m). Diese Hütte nutzen wir um 10 Uhr für eine Einkehr.

Gasthof Jägerrast (Vorderkaser) am Eingang zum Pfossental (Foto: Bertram).

Das Gasthaus Jägerrast (Vorderkaser) liegt auf 1.694 m am Eingang zum Schnalstal. Auch heute noch wird hier in der hofeigenen Käserei Käse hergestellt.

Bis hierher gelangen Ausflügler auch mit motorisierten Fortbewegungsmitteln, somit sind ab jetzt wieder vermehrt Tagestouristen unterwegs.

Entlang einem gut ausgebauten Wander- und Wirtschaftsweg, mäßig ansteigend, weitet sich das Tal über den Mittelkaser zur Rableidalm (2.004 m), die wir 11:30 erreichen und zur mittäglichen Rast nutzen.

Von dort brechen wir 12:45 wieder auf und sind nach einer weiteren halben Stunde bereits an den Eishöfen (2.071 m) angelangt, dem heutigen Etappenziel.

Hier eröffnet sich ein großartiges Panorama über ein steppenartiges Weidenareal mit grasenden Rindern hin zu den diese Kulisse einrahmenden Bergen zur Linken wie zur Rechten (z. B. Schwarze Wand, Großer Schrottner, Grafspitze und Schnalsberg).

Zentral gelegen gipfelt die Szenerie in der Anmut von der majestätisch aufragenden Hohen Weiße, die mit Schnee- und Firnbesatz an den Abhängen ihrem Namen alle Ehre macht und uns in Demut innehalten läßt.

Blick ins Pfossental in Südtirol (Foto: Bertram).

Im Pfossental eröffnet sich ein herrlicher Blick auf einige "große Gipfel" in der Texelgruppe und den Ötztaler Alpen. Am morgigen Tag führt uns der Meraner Höhenweg auf fast 3.000 m in diese herrliche Bergwelt.

Unser Fazit: Das war wieder eine interessante Wegstrecke, nach Erreichen des Vorderkaser änderte sich der Charakter des Weges und der Umgebung; die Etappe war nicht zu lang, sodass noch Zeit übrig blieb, an den Eishöfen zu entspannen, die Schönheit der Umgebung auf sich wirken zu lassen und Kraft zu schöpfen für die anstehende Überquerung des Eisjöchl.

Der Service auf den Eishöfen ist prima, das Frühstücksangebot könnte jedoch etwas üppiger ausfallen.

Text und Fotos von Bertram. Die Verwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors.

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Bergnotruf Tel. Nr.: 118

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